Das Ijsselmeer ist für uns ebenfalls ein beliebtes Ziel, wenn
wir etwas mehr Zeit haben: offen, abwechslungsreich und mit
genug Platz für längere Schläge.
Es verbindet Küstencharme mit jeder Menge Segelmöglichkeiten —
von ruhigen Bereichen bis zu offenen Flächen, auf denen man das
Boot richtig laufen lassen kann.
Für uns ist das IJsselmeer die perfekte Erweiterung der
friesischen Binnengewässer: Die Anfahrt ist überschaubar (ca.
2,5 Stunden vom Heimathafen), viele Wege und Häfen sind gut
erreichbar, und die Navigation ist auch für weniger erfahrene
Crews gut machbar. Startpunkte wie Warns, Stavoren oder die
Marrekrite De Morra sind ideale Basen für Touren über das
Meer.
Das Revier bietet Vielseitigkeit: gemütliche Törns entlang
malerischer Hafenorte, entspannte Liegetage in geschützten
Häfen oder sportlichere Segeleinheiten bei frischem Wind. Wer
will, kann zu den Schleusen und Sperrwerken bei Kornwerderzand
oder Den Oever fahren und dort an Anlegern übernachten — oder
einfach im IJsselmeer bleiben und die zahlreichen Marinas,
Restaurants und kulturellen Highlights ansteuern.
Das IJsselmeer ist für uns die beste Mischung aus Reichweite
und Alltagstauglichkeit — groß genug für Abenteuer, aber
überschaubar genug für entspannte Wochenenden.
Trotzdem sollte man das IJsselmeer nicht unterschätzen: Bei
Windstille nerven die berüchtigten IJsselmeer‑Fliegen, die in
Windeseile für eine schwarze Wolke rund ums Boot sorgen; bei
starkem Wind hingegen wird es richtig rau, und die kurzen,
kabbeligen Wellen können das Segeln und den Crewkomfort schnell
zum Abenteuer machen.
