Elektrik

Lange haben wir diese Arbeit vor uns hergeschoben. Doch die Umstände — und die provisorischen „Bastellösungen“ — machten es beim Mastlegen unumgänglich, die Mast‑Elektrik zu erneuern und sinnvoll zu erweitern.

Im Mast fanden sich lediglich drei Aderpaare, an den neuralgischen Stellen bereits stark korrodiert. Mit so wenig Leitungen lässt sich nicht viel anfangen, also habe ich ein Konzept zur Optimierung ausgearbeitet. Ergebnis: Das Kabel für die 3‑Farbenlaterne wurde ersetzt und zusätzlich ein Ethernetkabel bis ins Topp gezogen.

Zufällig entdeckte ich in einem Lidl in den Niederlanden ein Kabeleinzieh‑Set — ein mehrteiliger Stangensatz mit einfachen M5‑Gewindeverbindungen. Pro Packung sind zehn 1‑m‑Stangen enthalten, also 10 m Gesamtlänge; reduziert für 6,99 € kauften wir gleich zwei Sets. Mit diesen Stangen ließ sich das neue Kabel mühelos durch das Kopper Rohr im Mast führen.

Ins Topp zogen wir ein 3‑adriges 1,5 mm²‑Kabel zur Versorgung der 3‑Farbenlaterne und des darüberliegenden Ankerlichts. Damit können wir jetzt vor Anker die Beleuchtung einschalten, ohne jedes Mal eine Laterne nach oben zu ziehen — sehr praktisch. Zusätzlich wurde ein für Verlegung geeignetes Erd‑Ethernetkabel ins Topp gezogen, um dort eine 180°‑Kamera zu installieren. Die Kamera soll den Segelspaß erhöhen: Unter Segeln sieht man nach vorne oft kaum etwas, und dank iPad‑Navigation kann man künftig schnell zwischen Kartenansicht und Kamerabild hin- und herschalten — zumindest in der Theorie.