Nautische Netzwerke unterscheiden sich gravierend von
"normalen" Netzwerken.
Die Protokolle basierend nicht auf TCP/IP sondern bestehen aus
eigenen Protokollen.
Die häufigsten Protokolle sind:
NMEA 0183:
- Zweck: Standard für die Übertragung von Navigationsdaten
(GPS, Kompass, Log) zwischen Geräten.
- Topologie: Punkt-zu-Punkt (ein Sender, ein oder mehrere
Empfänger per Drahtpaar).
- Übertragung: Serielle ASCII-Nachrichten (Sätze beginnen mit
$), etwa 4800 Baud (häufig für GPS).
- Vorteile: Einfach, weit verbreitet, kostengünstig.
- Nachteile: Limitierte Bandbreite, wenige Sender gleichzeitig,
lange Kabel störanfällig.
NMEA 2000:
- Zweck: Moderneres Bus-System für Sensoren und Displays an
Bord.
- Topologie: Multidrop-Bus (CAN-basiert), mehrere Sender und
Empfänger über gemeinsamen Bus.
- Übertragung: Binär, höhere Datenrate, automatische
Adressvergabe.
- Vorteile: Robust, zuverlässige Stromversorgung und
Datenverteilung, Plug-and-play, mehrere Geräte teilen
Daten.
- Nachteile: Teurer, komplexere Installation, spezielles
Zubehör/Stecker (Typ: 5‑poliger Micro‑/Mini‑Stecker).
SeaTalk (älter, Raymarine):
- Zweck: Proprietäres Protokoll für Raymarine-Geräte.
- Topologie: Seriell, einfache Verbindung zwischen wenigen
Geräten.
- Nachteile: Herstellergebunden, begrenzte
Interoperabilität.
SeaTalkng (neuere Version):
Zweck: Kompatibler Nachfolger, basiert auf NMEA 2000 (ähnliche
Bus-Topologie).
Vorteile: Bessere Interoperabilität innerhalb
Raymarine-Ökosystems, nutzt NMEA‑2000-Infrastruktur mit
angepassten Steckern.
Diese Netzwerktopologien sind für mich als Informatiker noch
absolutes Neuland und funktionieren eben auch anders als WAN-
bzw. LAN-Netzwerke.
Da sämtliche Geräte bei uns als Ring verbunden sind müssen wir
hier noch mal alles explizit nachmessen, um die Funktionen
sicher betreiben zu können.
Hier werden wir immer wieder über laufende Änderungen und/oder
Anpassungen berichten!
