NMEA steht für National Marine Electronics Association und gilt
als der Name eines Konsortiums aus unterschiedlichen
Firmen.
Im Fokus des Konsortiums stand es Beginn der 50'er Jahre um
Standards an Bord eines Schiffes zu entwickeln. Vor allem
sollten Geräte unterschiedlicher Geräte untereinander
kommunizieren und Daten austauschen.
Der erste etablierte Standard nannte sich: NMEA0183
Über dieses Protokoll konnten Daten empfangen werden jedoch
wurde schnell klar, dass die maximal Datenrate von 4800 Baud
bei weitem nicht ausreichte, z.B. AIS Daten zu empfangen.
Also wurde der Standard weiterentwickelt.
NMEA200 stellt den aktuellen und erweiterten aktuellen Standard
dar, der nach wie vor up to date ist.
NMEA2000 basiert auf dem CAN-Bus.
Dadurch ist eine bidirektionale Netzwerkfunktionalität mit
Datenaustausch zwischen mehreren Geräten möglich und bietet
somit neben einer hohen Zuverlässigkeit noch weitere
Vorteile:
Vorteile von NMEA2000:
- Hohe Datenrate von bis zu 250kbit/s (50 mal schneller als
NMEA0183)
- bis zu 50 Geräte in einem Netzwerk
- bis zu 100 Datensätze können parallel übertragen werden
- echte Netzwerkfunktion (jedes Gerät darf senden und
empfangen)
- Distanzen bis zu 200 Meter möglich
- einfache Konfiguration, keine zentrale Kontrollstelle
nötig
- Sicherheitsrelevante Daten werden priorisiert
- fällt ein Gerät aus, bleibt das Gesamtsystem
funktionsfähig
Im Grunde ist der Aufbau eines NMEA2000 Netzwerkes ziemlich
einfach aufgebaut.
technischer Aufbau des Netzes:
Das Rückgrat bildet der sogenannte Backbone. Dieses ist die
Hauptleitung, die in den meisten Fällen in längs Richtung im
Boot verlegt ist.
In den Backbone werden die zum Netzwerk gehörenden Geräte
eingebunden. Dieses geschieht mittels sogenannten
T-Verbindern.
Diese Abzweigungen nennt man Stichleitungen. Diese
Stichleitungen sollten möglichst kurz vom Backbone zum Gerät
sein.
Die o.g. Stichleitungen dürfen nicht weiter unterbrochen
werden, sondern dürfen ausschließlich in den Backbone gehangen
werden.
An den Enden des Backbone müssen die Signalleitungen durch
einen 121 Ohm Abschlusswiderstand verbunden werden, da
ansonsten keine Kommunikation möglich ist.
